Kreislaufwirtschaft und KI: AIDEAS Wettbewerb sucht Ideen

Kreislaufwirtschaft und KI: AIDEAS Wettbewerb sucht Ideen

Der Wettbewerb sucht Ideen und Konzepte für zirkuläre Geschäftsmodelle mit KI-Bezug. Im Mittelpunkt stehen Ansätze, die Stoff- und Produktströme sichtbar machen, den Ressourceneinsatz senken, Produktlebensdauern verlängern oder neue datenbasierte Dienstleistungen für die Kreislaufwirtschaft schaffen. Achtung: Nur noch bis 16. Oktober können Ideengeber:innen ihre Konzepte einreichen!

Teilnehmen dürfen:
• Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen
• Start-ups, Scale-ups und Grown-ups
• kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
• große, etablierte Unternehmen
• Verbundprojekte und Konsortien
• Einzelpersonen
• Gruppen aus mehreren Personen oder Organisationen
• zivilgesellschaftliche Initiativen

 

Voraussetzung für die Teilnahme ist der Sitz in Deutschland

Einzelpersonen müssen in Deutschland wohnen, Unternehmen und Organisationen ihren Hauptsitz in Deutschland haben. Einzelne Kollaborationspartner können auch im Ausland ansässig sein. Außerdem müssen Bewerbende sicherstellen, dass die Arbeit an ihrem Beitrag für AIDEAS nicht bereits mit anderen öffentlichen Fördermitteln finanziert wird.

Teilnehmende können ihre Konzepte über ein Formular online auf der Webseite des Circular AI Hubs einreichen. Eine interdisziplinäre Jury aus Wirtschaft, KI-Entwicklung und Politik wählt die zehn überzeugendsten Konzepte aus. Dabei bewertet die Jury, ob aus der Idee ein funktionierendes und wachstumsfähiges Geschäftsmodell werden kann: Wie innovativ und kreativ ist der Ansatz? Ist er realistisch umsetzbar? Bietet die Idee wirtschaftliches Potenzial? Und verfügt das Team über die passende Erfahrung und das nötige Fachwissen?

 

Unterstützung der zehn besten Ideen

Die zehn ausgewählten Teams erhalten zur Weiterentwicklung ihrer Konzepte jeweils 10.000 Euro. In der Durchführungsphase arbeiten die Teams ihre Geschäftsmodelle anhand der Innovation Readiness Level (IRL)-Methodik aus und erstellen abschließend einen IRL-Bericht. Alle Konzepte werden abschließend auf dem Circular AI Hub-Forum am 10. November 2026 präsentiert.

Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und zum Ablauf des Wettbewerbs: https://circular-ai-hub.org/aideas/

 

Der Circular AI Hub
Der Innovationswettbewerb AIDEAS wird vom Circular AI Hub des Bundesumweltministeriums ausgelobt. Der Circular AI Hub will den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Kreislaufwirtschaft voranbringen. Als One-Stop-Shop begleitet er KI-Lösungen für die Circular Economy entlang des gesamten Entwicklungsprozesses von der Idee über die Erprobung bis zur Skalierung in der Anwendung. Im Fokus stehen Transferprojekte, die Mehrfachnutzung erfolgreicher Lösungen sowie der Aufbau eines starken Innovationsökosystems für KI in der Circular Economy. Der Circular AI Hub wird durch die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft durchgeführt. Technologische Partner sind das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und das VDI Technologiezentrum.
https://circular-ai-hub.org

 

Das VDI Technologiezentrum
Als Innovationsagentur und als ein führender Projektträger in Deutschland widmet sich das VDI Technologiezentrum den Themen und Technologien der Zukunft mit dem Ziel, die Zukunftskompetenzen von Deutschland und Europa zu stärken. Im Auftrag von Bundes- und Landesministerien, der Europäischen Kommission sowie Stiftungen setzt das VDI Technologiezentrum Forschungs- und Innovationsförderprogramme um und bietet innovationsbegleitende Maßnahmen an. Im Fokus stehen Themen wie Nachhaltigkeit und Klima, Digitalisierung, Schlüsseltechnologien, Gesundheit, Innovation und Bildung, Sicherheit sowie Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Das VDI Technologiezentrum ist Teil der VDI-Gruppe.
https://www.vditz.de/

Weltbiodiversitätskonferenz 2026: Warum die Zukunft der Natur jetzt auf dem Spiel steht

Weltbiodiversitätskonferenz 2026: Warum die Zukunft der Natur jetzt auf dem Spiel steht

Der weltweite Verlust der Artenvielfalt zählt neben dem Klimawandel zu den größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Wälder verschwinden, natürliche Lebensräume werden zerstört und immer mehr Tier- und Pflanzenarten geraten unter Druck.Von den acht bis zehn Millionen Arten sind rund eine Million vom Aussterben bedroht. Die Wissenschaft spricht vom sechsten Massenaussterben auf unserem Planeten – und dem ersten menschgemachten. 

 

Vom 19. bis 30. Oktober 2026 treffen sich deshalb Vertreter:innen aus den 195 Mitgliedsstaaten sowie der EU (USA nehmen nicht teil) in Armeniens Hauptstadt Jerewan zur 17. UN-Weltbiodiversitätskonferenz, kurz COP17. Das diesjährige Gastland zählt zu den Biodiversitäts-Hotspots, in dem viele nur dort vorkommende (endemische) Pflanzen- und Tierarten beheimatet sind.

Im Mittelpunkt steht eine entscheidende Frage: Kommt die Welt beim Schutz der biologischen Vielfalt tatsächlich voran – oder bleiben die internationalen Versprechen weitgehend unerfüllt?

 

Ein globales Versprechen für die Natur

Bereits 2022 hat sich die internationale Staatengemeinschaft auf einen umfassenden Plan zum Schutz der biologischen Vielfalt verständigt – dem sogenannten Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF). Bis 2030 sollen insgesamt 23 Ziele erreicht werden, wobei es insgesamt um den Stopp des massiven Artenverlusts geht.

Weltnaturgipfel – Gegen den dramatischen Rückgang der Arten

Das bekannteste Vorhaben ist das sogenannte 30×30-Ziel: Mindestens 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresflächen sollen bis 2030 wirksam geschützt und erhalten werden. Doch zwischen den politischen Zusagen und der tatsächlichen Umsetzung besteht weiterhin eine erhebliche Lücke.

Auch die Rechte indigener Völker, die eine wichtige Rolle beim Erhalt der Artenvielfalt spielen, wurde in der letzten Konferenz in Rom durch die Schaffung eines permanenten Gremiums gestärkt.

Ein vorläufiger internationaler Fortschrittsbericht zeigt, dass inzwischen mehr als drei Viertel der Länder eigene Biodiversitätsziele festgelegt haben. Allerdings reichen die bisherigen Fortschritte bei keinem der 23 globalen Ziele aus, um sie im vorgesehenen Zeitraum vollständig zu erreichen.

 

Wie viel Natur ist tatsächlich geschützt?

Beim Ausbau von Schutzgebieten gibt es durchaus Fortschritte. Weltweit stehen mittlerweile rund 18,4 Prozent der Landflächen und etwa 10 Prozent der Meeresflächen unter Schutz. Damit ist die Welt vom vereinbarten Ziel noch weit entfernt.

Entscheidend ist außerdem nicht allein die Größe der Schutzgebiete. Auch ihre ökologische Qualität, die Vernetzung der Lebensräume und die tatsächliche Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen spielen eine wichtige Rolle. Ein Schutzgebiet auf dem Papier garantiert noch nicht, dass bedrohte Arten und natürliche Ökosysteme langfristig erhalten bleiben.

 

Naturschutz braucht Milliarden

Einer der größten Streitpunkte der bevorstehenden Konferenz dürfte die Finanzierung sein. Die internationale Staatengemeinschaft hat vereinbart, bis 2030 jährlich mindestens 200 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu mobilisieren. Nach bisherigen Schätzungen werden jedoch erst rund 78 bis 91 Milliarden US-Dollar pro Jahr bereitgestellt.

Besonders schwierig ist die Situation für wirtschaftlich schwächere Länder. Viele von ihnen beherbergen außergewöhnlich artenreiche Ökosysteme, verfügen aber nicht über ausreichende finanzielle Mittel, um diese dauerhaft zu schützen. Ohne zusätzliche Investitionen in Schutzgebiete, nachhaltige Landwirtschaft, Wiederherstellung zerstörter Lebensräume und wirksame Kontrollen werden zahlreiche internationale Ziele kaum erreichbar sein.

 

Daten & Fakten

196 Vertragsparteien gehören der UN-Biodiversitätskonvention an
1 Million Tier- und Pflanzenarten sind nach wissenschaftlichen Schätzungen vom Aussterben bedroht
30 % der Land- und Meeresflächen sollen bis 2030 geschützt werden
23 globale Biodiversitätsziele wurden vereinbart
18,4 % der weltweiten Landflächen stehen derzeit unter Schutz
10 % der weltweiten Meeresflächen sind geschützt
200 Milliarden US-Dollar sollen bis 2030 jährlich für den Biodiversitätsschutz mobilisiert werden

 

Warum Artenvielfalt auch unsere Wirtschaft betrifft

Der Verlust der biologischen Vielfalt ist längst nicht mehr ausschließlich ein Problem des Naturschutzes. Gesunde Ökosysteme liefern sauberes Trinkwasser, fruchtbare Böden, Bestäubung für Nutzpflanzen und natürliche Rohstoffe. Sie regulieren den Wasserhaushalt, speichern Kohlenstoff und können die Auswirkungen extremer Wetterereignisse abmildern.

Werden diese natürlichen Systeme geschädigt, entstehen langfristig auch erhebliche wirtschaftliche Risiken. Besonders deutlich zeigt sich das in der Landwirtschaft, bei der Wasserversorgung und in Regionen, deren wirtschaftliche Entwicklung stark von intakten Landschaften und natürlichen Ressourcen abhängt.

Das Artensterben nimmt apokalyptische Ausmaße an

2026 wird erste umfassende Zwischenbilanz gezogen

Die Weltbiodiversitätskonferenz in Armenien wird erstmals eine umfassende internationale Zwischenbilanz zur Umsetzung der 2022 vereinbarten Naturschutzziele ziehen. Dabei wird sich zeigen, welche Länder ihre Zusagen bereits in konkrete Maßnahmen umgesetzt haben und wo weiterhin erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Die zentrale Herausforderung ist inzwischen weniger die Formulierung neuer Ziele als deren tatsächliche Umsetzung. Denn der Schutz der Artenvielfalt ist keine Aufgabe, die sich beliebig verschieben lässt. Mit jedem zerstörten Lebensraum und jeder ausgestorbenen Art gehen natürliche Funktionen verloren, die sich oft nur schwer oder überhaupt nicht wiederherstellen lassen.

Die COP17 könnte deshalb zu einem wichtigen Wendepunkt werden: weg von internationalen Absichtserklärungen und hin zu messbaren Fortschritten beim Schutz der Natur.

Greenpeace-Report: Ikea zerstört europäisches Schutzgebiet für Billigmöbel

Greenpeace-Report: Ikea zerstört europäisches Schutzgebiet für Billigmöbel

Ein heute veröffentlichter Greenpeace-Report zeigt, dass der internationale Möbelriese Ikea trotz Nachhaltigkeitsversprechen wertvolle Naturwälder in einem rumänischen Natura-2000-Schutzgebiet abgeholzt und für Wegwerfmöbel verarbeitet hat. Auch in Österreich sind Ikea-Produkte erhältlich, deren Holz höchstwahrscheinlich aus geschützten Wäldern in Europa stammt – beispielsweise das Fichtenholzbett “Neiden”. In Hinblick auf die anstehende UN-Artenschutzkonferenz CBD COP17 in Armenien, bei der die Verantwortung und Transparenz von Unternehmenslieferketten ein wichtiger Baustein ist, fordert Greenpeace von Konzernen wie Ikea Taten statt Greenwashing.

 

“Europas alte Wälder beherbergen unzählige Arten. Hier streifen Luchse, Rothirsche und Braunbären durch fast unberührte Baumlandschaften, viele der Bäume sind hunderte Jahre alt. Auch um unser Klima zu regulieren und Wasser zu speichern, sind Wälder entscheidend. Ikea schmückt sich mit großen Nachhaltigkeitsversprechen – gleichzeitig zeigen Greenpeace-Recherchen erneut, dass Ikea-Zulieferer Schutzregelungen missachten und wertvolle Wälder zerstören.”

Ursula Bittner, Greenpeace-Biodiversitätsexpertin

 

Am Papier setzt Ikea ambitionierte Ziele, doch dem Konzern fehlt es an konkreten, messbaren Artenschutzzielen. Ikea bezieht nach wie vor Holz aus schützenswerten Wäldern – statistisch gesehen wird für den Möbelgiganten alle zwei Sekunden ein Baum gefällt. Über 25 Jahre hat Greenpeace Baumverlust (“Tree cover loss”) in Polen, Schweden, Deutschland, Rumänien und Finnland analysiert. Diese Länder liefern fast die Hälfte des von Ikea verwendeten Frischholzes. Der alarmierende Baumverlust in diesen Ländern zeigt, dass etwa Natura 2000-Schutzgebiete nicht vor Entwaldung schützen. Deshalb brauchen wir streng geschützte Gebiete ohne industriellen Holzeinschlag.

 

Fallstudie Rumänien: Kahlschlag in der Natura 2000-Schutzzone

Die im Report dokumentierte Fallstudie zeichnet ein verheerendes Bild: Im Forstbezirk Rusca Montană (Parzelle 37), der innerhalb eines geschützten Natura 2000-Gebiets in den rumänischen Karpaten liegt, kam es zu massiven Einschlägen. In einem Gebiet von 15 Hektar wurden sämtliche Bäume gerodet, das ökologisch notwendige Totholz wurde entfernt. Das geschlagene Holz gelangte nachweislich in die Lieferkette von Ikea-Zulieferern.

Im Rahmen der Artenschutzkonferenz haben sich 196 Staaten darauf geeinigt, 30 Prozent der Land- und Meeresflächen effektiv zu schützen – die EU sogar ein Drittel davon streng. Das betreffende Gebiet hätte ursprünglich im Rahmen dessen unter strengen Schutz gestellt werden müssen. Nachdem es gerodet wurde, ist es nun von der Schutzliste gestrichen.

Erfolg bei Artenschutzkonferenz in Rom

Zertifikate wie FSC bieten keinen echten Waldschutz

Ikea stützt seine Nachhaltigkeitsversprechen nach wie vor primär auf FSC-Zertifikate. Doch auch wenn sich Konzerne unter der neuen EU-Empowering-Consumers-Richtlinie hinter solchen Zertifikatssystemen verstecken können, zeigt die Realität: Siegel garantieren keinen echten Waldschutz. Das Regelwerk ist lückenhaft und erlaubt Ausnahmen, durch die Holz aus wertvollen Urwäldern und Schutzgebieten bezogen werden darf. Statt den tatsächlichen ökologischen Zustand ganzheitlich zu messen, stützen sich Zertifikate und Ikea-Kontrollen oft auf reine Nutzungskriterien und oberflächliche Kennzahlen wie Baumzählungen.

“Die Politik setzt Artenschutzziele im Schneckentempo um. Währenddessen holzen Unternehmen munter weiter Waldflächen ab, die eigentlich als zukünftige Schutzgebiete vorgesehen sind. Doch gerade Marktführer wie Ikea müssen endlich Verantwortung für die gesamte Lieferkette übernehmen.“

Ursula Bittner, Greenpeace-Biodiversitätsexpertin

 

Die bevorstehende UN-Artenschutzkonferenz macht unmissverständlich klar: Wenn Staaten und Großkonzerne jetzt nicht handeln, verfehlen wir die globalen Biodiversitätsziele und zerstören unsere Lebensgrundlage. Greenpeace fordert, dass Ikea kein Holz aus schützenswerten Gebieten kauft. Der Konzern darf sich nicht hinter Gütezeichen wie dem FSC verstecken, die nachweislich versagen und den Einschlag in Schutzwäldern nicht verhindern. Im Sinne ihrer Lieferkettenverantwortung muss Ikea über Baumzählen hinausgehen, so die Forderung von Greenpeace, und den tatsächlichen Zustand des Waldes bewerten, bevor geholzt wird. Außerdem müsse der Konzern seine Marktmacht nutzen, um sich für den strengen rechtlichen Schutz von mindestens zehn Prozent der EU-Landfläche einzusetzen.

 

Link zum Report (auf Englisch) und Fotomaterial: https://bit.ly/Ikea-Report

Fast Tech – der blinde Fleck des Elektronikschrotts

Fast Tech – der blinde Fleck des Elektronikschrotts

Zum neunten Mal findet am 14. Oktober der „International E-Waste Day“ des WEEE Forum, einer Vereinigung europäischer Sammelsysteme, statt. Dieses Jahr steht ganz im Zeichen von Fast Tech – den kleinen, günstigen Elektrogeräten, die längst zu unserem Alltag gehören und bei jedem neuen Social Media Trend mehr werden. Dabei soll unser aller Bewusstsein für den Schatz, die wertvollen Ressourcen, die damit verbunden sind, geschärft werden.

 

Was passiert mit alten Elektrogeräten, wenn sie nicht mehr gebraucht werden? Laut Global E-waste Monitor 2024 fallen in Europa pro Kopf 17,6 Kilogramm Elektroschrott an, doch nur 7,5 Kilogramm werden nachweislich gesammelt und recycelt. Bei Sammlung und Rückgabe besteht also weiterhin Handlungsbedarf. Wenn ausgediente Geräte richtig zurückgegeben werden, können Wertstoffe zurückgewonnen und Schadstoffe fachgerecht behandelt werden. Darauf machen der International E-Waste Day am 14. Oktober und in Deutschland die Aktion „Jeder Stecker zählt“ aufmerksam.

 

„Schnelllebige Technik ist der blinde Fleck in der Welt des Elektronikschrotts. Diese Produkte werden in der Regel nicht als Elektronikgeräte erkannt, die einer verantwortungsvollen Entsorgung bedürfen. Doch jeder Kopfhörer, jedes Kabel, jede Einweg-E-Zigarette und jedes elektronische Spielzeug enthält wertvolle Materialien und gefährliche Stoffe. Am 14. Oktober laden wir alle Organisationen, denen die Kreislaufwirtschaft am Herzen liegt, ein, sich uns anzuschließen und dabei zu helfen, diese Wissenslücke zu schließen.“
– Pascal Leroy, Generaldirektor, WEEE Forum

 

 

Was ist Fast-Tech?

Angelehnt an den Begriff von „Fast Fashion“  erkennt man sogenannte Fast-Tech-Geräte meist an ihrem niedrigen Preis, ihrer kurzen Lebensdauer und  der hohen Stückzahl, in der sie produziert werden. Und sie enthalten enthalten Batterien, Akkus oder weitere elektronische Komponenten, die fachgerecht recycelt werden müssen. Wir alle haben sie zu Hause. Und viele benutzen wir nicht mehr. Bei Elektrogeräten wie Waschmaschine oder Kühlschrank ist jedem sofort klar, dass sie entsprechend entsorgt werden müssen – die kleinen Fast-Tech-Geräte landen leider allzu oft im Restmüll oder verstauben in einer Lade, sodass ihre wertvollen Ressourcen nicht weitergenutzt werden können und zu Problemen bei der Müllaufbereitung führen.

Zudem gehört Fast-Tech-Abfall zu den am schnellsten wachsenden Abfallströmen: Laut einer Studie von Material Focus wurden allein in Großbritannien im Jahr 2023 über eine halbe Milliarde kleiner Elektrogeräte aus dem Fast-Tech-Bereich gekauft – das sind 16 Geräte pro Sekunde!

Zu diesen Fast-Tech genannten kleinen Elektrogeräten zählen unter anderem:

Mini-Ventilator
Selfie-Ringlicht
USB-Klemmleuchte
Elektrische Fliegenklatsche
Elektrisches (Tier-)Spielzeug
Elektrisches Beauty Gadget wie z.B. elektrische Nagelfeilen oder Nagelklipper
Aufladbarer Fusselentferner
LED-Lichterkette
Einweg-E-Zigaretten

 

Tipps für den richtigen Umgang mit Elektroschrott

Richtig entsorgen, Klima schützen
Keine Entsorgung im Hausmüll: Das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne kennzeichnet, dass defekte Elektrogeräte und Batterien nicht im Hausmüll entsorgt werden dürfen, sondern in kommunalen Recyclinghöfen oder bei von Vertreibern bzw. Händlern geschaffenen Rückgabestellen abgegeben werden. Österreichweit gibt es über 2.000 kommunale Sammelstellen. Wird ein neues gleichartiges Elektrogerät gekauft, kann das alte direkt im Handel kostenlos retourniert werden. Das gilt auch für Online-Käufe.

 

Ressourcen im Kreislauf halten
Elektrogeräte und Batterien enthalten viele wertvolle Rohstoffe, darunter Eisen, Aluminium, Kupfer und Kunststoffe oder in Kleinstgeräten immer häufiger auch Lithium und Kobalt. Diese können durch Recycling gesammelt und neuer Nutzung zugeführt werden. Zudem werden umweltschädliche Stoffe wie Blei und Quecksilber fachgerecht behandelt.

 

Brandgefahr vermeiden – mit Sicherheit!
Lithium-Batterien haben eine erhöhte Brandgefahr. Für die Entsorgung gilt daher: Batterien aus dem Gerät entfernen, die Kontakte abkleben und sie getrennt zur Sammelstelle bringen. Bei fest verbauten Batterien muss das gesamte Gerät entsorgt werden, um Brandgefahr zu vermeiden.

 

Reparieren statt wegwerfen
Nicht immer müssen Geräte, die defekt sind oder nicht mehr gebraucht werden, entsorgt werden. Oft macht es ökologisch mehr Sinn, die kaputten Teile zu reparieren oder kaum gebrauchte Geräte weiterzugeben.

 

Link

WEEE-Forum zum International E-Waste Day 2026

E-Schrott in Deutschland richtig entsorgen